Weißenbach

Weißenbach war seit alters her Teil der Großpfarre „Aschau“, zu der auch Lechaschau, Wängle, Höfen und Vorderhornbach gehörten. Dieses Gebiet soll nach einer Legende der Frankenkönig Pipin um 750 dem hl. Magnus zu einer Klostergründung in Füssen geschenkt haben.

  • 887 m Meereshöhe

  • 1.252 Einwohner

Der große Aufschwung für Weißenbach setzte erst ein, nachdem 1550 die sogenannte Salz- oder Hallstraße über die Gaicht zum Salztransport ins Allgäu und in die Bodenseegegend erbaut wurde. Durch die ständig benötigten Vorspanne über den steilen Pass hinauf kamen die Weißenbacher für damalige Verhältnisse zu einem bescheidenen Wohlstand. Die Folge war, dass sich der Ort rasch vergrößerte.

Am Gaichtpass wurde 1632 eine Anlage als Vorwerk der Festung Ehrenberg errichtet. In Weißenbach wurde früher der Lech mittels Floß überquert. Die Tiroler Landesfürsten brauchten für die Saline in Hall Unmengen von Brennholz. Dieses Holz wurde am Wasserweg transportiert. Der größte Holzfangrechen im Lechtal war zwischen Weißenbach und Rieden. Nach dem Ende der großen Salztransporte musste ein Teil der Bevölkerung als Saisonarbeiter, vor allem als Maurer und Stuckateure, ins benachbarte Bayern gehen. Die Frauen mussten dann allein den Sommer über die kleine Landwirtschaft versehen und die schulpflichtigen Kinder ins Allgäu als Hüterbub oder Kindermädchen schicken. Das waren dann die sogenannten „Schwabenkinder.

In Weißenbach wird die Faschingstradition hochgehalten. Weit zurück reicht der Brauch des „Zuderers“, der alljährlich in der Fasnachtszeit „ausgegraben“ und am Ende der närrischen Zeit wieder in seine Truhe am Dorfplatz „eingegraben“ wird. Sein Ursprung dürfte auf einen heidnischen-alemannischen Brauch zurückgehen. Dazu gehören auch das traditionelle „Hexverbrennen“ und „Scheibenschlagen“.

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