Zwischen Wald und Alm Naturpark Tiroler Lech
Naturparks sind Schutzgebiete, in denen eine Vielfalt an interessanten und seltenen Tier- und Pflanzenarten heimisch ist. Der Naturpark Tiroler Lech ist einer von fünf Naturparks in Tirol und der einzige, welcher nicht im hochalpinen Bereich liegt.
Er erstreckt sich vom Lechtal über die gesamte Naturparkregion Reutte. Zentrales Element im Naturpark Tiroler Lech ist, wie der Name schon sagt, der Wildfluss Lech. An vielen Stellen noch ungezähmt darf der Lech, was einst noch jeder Fluss konnte: sich nach Herzenslust ausbreiten, verzweigen und wieder vereinen. Im Naturpark sollen Naturschutz und Erholung vereint werden, es soll geforscht werden und Bildungsangebote geben.
Tipp: Nehmen Sie mit der Gäste-Aktiv-Card kostenlos am Spaziergang "Wintergeheimnisse: Auf den Spuren der Alpentiere" teil!
Entdecken Sie spannende Geheimnisse der Wildtiere im Winter in der Naturparkregion Tiroler Lech.
Naturparkhaus
Fährt man von der Naturparkregion Reutte lechaufwärts, entdeckt man in Elmen nahe der Bundesstraße eine auffallende Holzkonstruktion auf einer Brücke über dem Lech - das Naturparkhaus Klimmbrücke. Damit bleibt der letzte Wildfluss der Nordalpen auch bei der Standortwahl der Hauptakteur im Naturpark. Auf der Klimmbrücke, mit traumhaftem Blick auf den Tiroler Lech und auf die umliegenden Gipfel der Allgäuer und Lechtaler Alpen ist das Naturparkhaus Informationsstelle und Ausgangspunkt für Naturführungen.
der letzte wilde Naturparkzentrum
Naturausstellung „Der letzte Wilde“
Sonderausstellung REFUGIO
Kunst und Natur
Wie große „Nester“ liegen die „Refugio“ der Künstlerin Christine Gottloeber auf den Schotterflächen des Lechs.
Diese Interpretation der Land Art-Werke schloss die Verbindung der Kooperation mit dem Naturpark Tiroler Lech, denn die kreisförmigen Gebilde aus Schwemmhölzern sind der Dynamik des Wassers und damit der Vergänglichkeit ausgesetzt, was das Grundprinzip eines Wildflusses bedeutet. Die Kunstwerke verdeutlichen die Schotterflächen als Rückzugsraum für geschützte Vogelarten. Sie sind ihr „Refugio“, ihr ausgewählter Platz zur Aufzucht ihrer Nachkommen.
Vogelbeobachtungsturm
Der imposante Vogelbeobachtungsturm mit einer Höhe von 18 Metern ist in den Lechauen bei Pflach zu finden.
Eine Vielzahl in Tirol vorkommender Brutvogelarten, darunter einige seltene Sumpf- und Wasservögel, können in der Pflacher Au beobachtet werden. Die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren zahlreichen Tümpeln und Stillgewässern stellt ein kleines Paradies für die Vogelwelt dar und ermöglicht Hobby-Ornithologen zahlreiche Beobachtungsmöglichkeiten.
Riedener See
Nur wenige Meter vom kleinen Dörfchen Rieden in der Naturparkregion Reutte entfernt liegt idyllisch im Wald der Riedener See.
Für Naturliebhaber gibt es hier einiges zu entdecken: der Riedener See beheimatet beispielsweise Bilek’s Azurjungfer, eine äußerst seltene Libellenart. Der See ist außerdem sehr ruhig und klar, im Winter friert er trotzdem nicht zu. Grund dafür sind unterirdische Quellen, die für ständige, jedoch von oben kaum wahrnehmbare Bewegung sorgen. Das Wasser des Riedener Sees ist sehr kalkhaltig. Aufgrund all dieser Eigenschaften bezeichnet man den kleinen See auch als Kalkquellmoor. Ein Naturlehrpfad führt um den Riedener See und erklärt unterwegs die zahlreichen Besonderheiten.
Keltischer Baumkreis
Der keltische Baumkreis in Vils besteht aus 22 Baumarten. Die Kelten ordneten bestimmten Baumarten spezielle Eigenschaften zu, die auch Menschen zugeordnet werden können.
Anhand des Geburtsdatums eines Menschen kann man erkennen, welche Baumart und somit welche Eigenschaften dieser Person zugeteilt werden können. Wissenschaftlich bewiesen sind diese Zusammenhänge zwar nicht, eine unterhaltsame Aktivität ist es trotzdem.