Wängle

Neben Breitenwang ist Wängle die älteste Siedlung im Außerfern. Die Pfarre dürfte bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen und wird in den Amtsschriften bis ins 18. Jahrhundert als Pfarre Aschau bezeichnet. Wängle war für diese Pfarre Aschau Sitz des Pfarrers und Standort der Pfarrkirche St. Martin.

  • Meereshöhe: 882m
  • Einwohner: 955
  • Fläche: 9,35 km²
  • Einwohnerdichte: 102 Einw. pro km²
  • Ortsteile: Hinterbichl, Holz, Wängle, Winkl

Die früheren großen Salztransporte durch das Außerfern trugen zum Erwerb der Wängler Bauern bei. Ein kleiner Teil dieses einst blühenden Wirtschaftszweiges führte in der schneefreien Zeit über den Gaichtpass durchs Tannheimer Tal in den Bodenseeraum. Viehzucht und Saisonarbeit von Männern (hier vorwiegend als Maurer, Stuckateure und Zimmerleute) und Kindern (Schwabenkinder) im Ausland bildeten bis nach dem Ersten Weltkrieg die Haupterwerbsquelle der Wängler Bevölkerung.

Sehenswert ist die 1702 bis 1704 erbaute St. Martins-Pfarrkirche mit den Deckenfresken „Einsetzung des Altarsakramentes“ und „Einsammlung des Manna in der Wüste“ von Franz Anton Zeiller (1786). Die Altarblätter „St. Martin“ und „Hl. Familie“ malte 1704 Paul Zeiller. Im Jahr 2004 wurde die Kirche liebevoll restauriert.

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