Zeillerplatz Reutte

Sehenswertes Reutte

Entdecken Sie schmucke Bürgerhäuser, Kirchen und vieles mehr

Im Ortszentrum der Marktgemeinde Reutte finden sich zahlreiche historische Gebäude mit spannender Geschichte Einige davon möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen.

Die Geschichte von Reutte können Sie außerdem auf einem historischen Spaziergang jederzeit auf eigene Faust erleben. Besorgen Sie sich dazu einfach die Broschüre Gäste Info in den Tourismusbüros der Naturparkregion Reutte und schon kann es losgehen!

Hotel Gasthaus zum Mohren

Hotel Gasthaus zum Mohren Reutte

Der Gasthof „Zum Mohren“ zählt zu den alteingesessenen Gasthäusern von Reutte, schon ab 1646 als Bräugasthof nachweisbar. Im Jahre 1765 wurde in den Ratsprotokollen der Besitzer, Joseph Wagner „Bestandswirt zum Mohrenkopf“, erwähnt. Im Laufe der Zeit wechselten zwar die Namen der Gastwirtsfamilien, der Name der Gaststätte aber blieb unverändert. Das ursprüngliche Gasthausschild befindet sich heute in unserem Heimatmuseum „Grünes Haus“.

Tauscher-Haus

Das sogenannte „Tauscher-Haus“ stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Fresko der „Immaculata“ (Mariendarstellung der unbefleckten Empfängnis) unter dem Giebel des Hauses ist um 1780 zu datieren und dürfte dem bekannten Reuttener Barockmaler Johann Jakob Zeiller zugeschrieben werden. Das Bürgerhaus wurde nach seinem ehemaligen Besitzer, dem Kaufmann und Bürgermeister von Reutte, Karl Ludwig Tauscher (1827 – 1897), benannt. Seit 1930 befindet sich das Gebäude im Besitz der Marktgemeinde Reutte.

Tauscher Haus Reutte

Unterer Salzstadel

Unterer Salzstadel Reutte

Im heutigen Geschäfts- und Wohnhaus befand sich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der „untere Salzstadel“. Er wurde bald nach der schriftlichen Genehmigung Herzog Sigismunds aus dem Jahre 1471 zur Errichtung einer Salzniederlage in Unterreutte aus Holz erbaut; im Jahre 1712 erfolgte ein Neubau aus Stein. Für die Lagerung der Salzfässer musste an den Besitzer, die Pfarre Breitenwang, eine Abgabe geleistet werden. Als der Salzhandel stagnierte, wurde der „untere Salzstadel“ in den Jahren von 1778 – 1841 als Zollamt („Dogana-Stadel“) für den Warenverkehr von und nach Füssen benützt. Seither befindet sich das Haus mit seinem charakteristischen Walmdach in Privatbesitz.

Grabherr-Haus

Zu der ehemaligen Gaststätte „Zur goldenen Rose“ gehörte weiters noch der „Turm“ und das „Zeiller-Haus“. Bereits im 15. Jahrhundert zählte das gesamte Anwesen zum Besitz der alteingesessenen Reuttener Familie Klainhanns, später wurde es von Christoph Zeiller erworben. Ein Brand im Jahre 1704 zerstörte die Gastwirtschaft völlig. Der Bau in seiner heutigen Form wurde im Jahre 1737 fertiggestellt und diente als Gastwirts- und Herbergsbetrieb. An der Längsfront des Hauses deuten ein Medaillon mit einer Rose und eine Speisenplatte mit einem Weinkrug noch auf das Weinwirtshaus „Zur güldenen Rosen“ hin.

Grabherr Haus Reutte

Zeiller-Haus

Zeiller Haus Reutte

Schräg gegenüber des Tauscher-Hauses befindet sich der Zeiller-Platz. Dort steht auch das Zeiller-Haus. Dieses blieb von den Reuttener Großbränden in den Jahren 1703 und 1704 verschont. An der Südseite des Gebäudes befinden sich noch Freskenfragmente, die um 1600 zu datieren sind. Die Fassadenmalereien an den drei anderen Seiten des Hauses sind um 1776 entstanden und stammen von dem Barockmaler Johann Jakob Zeiller (1708 – 1783). Sein Vater und erster Lehrer, Paul Zeiller (1658 – 1738), kann als Begründer der Außerferner Malerschule gelten und hat auch seinen Neffen, Franz Anton Zeiller (1716 – 1794), unterrichtet.

Grünes Haus

Das „Grüne Haus“ dürfte aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen, wie Renaissancemalereien im 2. Stock des Hauses belegen. Als Inhaber nachweisbar sind um die Mitte des 18. Jahrhunderts die begüterten Schwestern von Strelle. Wohl in ihrem Auftrag führte Johann Jakob Zeiller im Jahre 1779 die Fassadendekorationen auf grünem Grund durch. Die Marktgemeinde Reutte erwarb das Haus 1986 aus Privatbesitz. Für die Tiroler Landesausstellung im Jahre 1989 wurde das Haus grundlegend renoviert. Seit 1990 ist das Reuttener Heimatmuseum in den Räumlichkeiten untergebracht.

Brauereigasthof Zur Goldenen Rose

ehemaliger Brauereigasthof Zur Goldenen Rose Reutte

Der ehemalige Brauereigasthof „Zur goldenen Rose“ soll seinen Namen um 1800 von der Gaststätte „Zur güldenen Rosen“ übernommen haben, als diese ihren Gastbetrieb einstellte. Der Überlieferung nach ließ Johann Ammann im Jahre 1724 über einer alten gotischen Bausubstanz das stattliche Mittelflurhaus errichten. Sein Sohn, der wohlhabende Gastwirt Jakob Mang Ammann, verlegte im Jahre 1774 die Brauerei seines in der Nachbarschaft stehenden Gasthauses „Goldenes Kreuz“ in einen Anbau der „Goldenen Rose“.

Zur Glocke

Der Gasthof “Goldene Glocke” war ein weiterer Traditionsbetrieb des Ortes und hieß ab ca. 1700 Bräuhaus “Zum Glockenschild”. Er wurde von Hans Georg Knicker gegründet und befand sich von 1874 bis 1990 im Besitz der adeligen Familie von Wiesenegg. Ein Teil der sehenswerten Wirtsstube ist heute im Museum im Grünen Haus zu besichtigen. Die moderne Fassadengestaltung, die Bezug auf Feuerkatastrophen nimmt, die Reutte mehrfach heimgesucht haben, stammt vom Künstler Rolf Aschenbrenner.

ehemaliger Gasthof Glocke Reutte

Goldener Hirsch

Hotel Gasthof Goldener Hirsch Reutte

Der in der Nähe des Marktplatzes gelegene Gasthof „Zum goldenen Hirschen“ zählt zu den ältesten Gasthäusern von Reutte. Im Jahre 1615 erwarb Christoph Zeiller, Vater des Barockmalers Paul Zeiller, die Weinwirtschaft für seine große Familie. Das Gasthaus blieb über ein Jahrhundert im Besitz der angesehenen Zeiller-Familie und wechselte dann zur Familie Geisenhof, der schließlich 1782 das „Bräustattrecht“ zuerkannt wurde. Der Brauereibetrieb wurde bis 1906 fortgesetzt, allerdings hatte der Brauereigasthof in der Zwischenzeit die Familie gewechselt

Dengel-Haus

Das Dengel-Haus wurde im Jahre 1704 vom „Handelsfactor“ Johann Ammann erbaut. Bis 1780 blieb das Haus im Besitz der reichen Reuttener Unternehmerfamilie Ammann, die das Gebäude als Geschäftshaus und Gastwirtschaft „Zum schwarzen Bären“ nutzten. Auch die nachfolgenden Inhaber, die Familie Strelle von Löwenberg und Strahlenburg, waren als Großunternehmer, Bierbrauer und Wirte tätig. Im Jahre 1920 erbte Dr. Ignaz Philipp Dengel, Gelehrter und Heimatforscher, das heute nach ihm benannte Haus. Er vermachte es der Marktgemeinde Reutte mit der Auflage, es für soziale und kulturelle Zwecke zu nutzen.

Dengelhaus Reutte

Marktgemeindeamt Reutte

Marktgemeindeamt Reutte

Das Gebäude des Marktgemeindeamtes steht auf geschichtsträchtigem Boden. Bereits im Jahre 1491 errichtete die Bürgerschaft von Reutte ein Korn- und Rathaus, das laufend ausgebaut wurde. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlor das Haus seine Funktion als Kornlager und Handelsplatz und ist seither ausschließlich Sitz der Gemeindeverwaltung. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde vor dem Haus im Freien öfters ein Gerichtstag abgehalten. Von seinem Richtstuhl aus sprach der Richter von Ehrenberg dabei das Recht. Auch die Wochen- und Jahrmärkte fanden rund um das Kornhaus statt.

Bezirkshauptmannschaft

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Joseph Carl Falger (1704 – 1777) hier für vornehme Reisende den Gasthof „Zur Gemse“. Papst Pius VI. erteilte auf seiner Durchreise im Jahre 1782 vom Balkon des Hauses der Bevölkerung seinen Segen erteilte. Ein Denkmal an der Fassade der heutigen Bezirkshauptmannschaft erinnert an dieses Ereignis.

Bezirkshauptmannschaft Reutte

Bezirksgericht

Bezirksgericht Reutte

Bereits um 1600 wurde das heute schmucklose Haus mit steilem Satteldach als Ansitz „Ehrenheim“ der begüterten Edlen von Klainhanns erwähnt. Das Haus wurde bald nach 1600 von dem späteren Pfleger von Ehrenberg, Burkart Layman zu Liebenau, erworben. Er verlegte 1606 die Pflegschaft vom Schloss Ehrenberg nach „Ehrenheim“, wenig später kam auch das Amt des Richters vom Schloss in dieses Gebäude. Von 1854 – 1938 waren Bezirkshauptmannschaft und Gericht hier gemeinsam untergebracht. Heute befinden sich in den Räumlichkeiten das Bezirksgericht und Polizeidienststelle.

St. Anna Kirche

Die Baugestalt der heutigen Kirche stammt aus der Zeit nach dem Brand im Jahre 1703. Bei der Feuerkatastrophe des Jahres 1846 wurde die barocke Einrichtung der Kirche zerstört. Im Zuge der letzten großen Kirchenrenovierung in den Jahren von 1964 bis 1967 entfernte man die neuklassizistische Ausstattung des 19. Jahrhunderts. Der nüchterne Kirchenraum wird heute von wenigen, dafür aber umso wertvolleren Kunstwerken geschmückt. Weitere Hinweise finden Sie in dem in der Kirche aufliegenden Kunstführer.

St. Anna Kirche Reutte

Hornstein-Haus

Hornstein Haus Reutte

Im Hornstein-Haus wurde der Arzt und Gelehrte Dr. Franz Anton Jäger geboren (1771 – 1818). Er war eines der größten Genies, die Reutte hervorbrachte. Er studiert Philosophie, Mathematik, Physik, Astronomie und Medizin und sprach sieben Sprachen. Das Haus gelangte 1891 in den Besitz der Familie Hornstein. Im Jahr 1926 war eine grundlegende Verschönerung des Hauses vollendet. Die Bilder an der Fassade schuf der Maler Martin Kees (1878-1959). Sie nehmen Bezug auf die damals im Haus befindlichen Gewerbe von Schuhmachermeister Hans Hornstein und Malermeister Josef Hornstein.

Lumper-Haus

Sehenswert ist gleich daneben auch das „Lumper-Haus“. An das um 1500 erbaute Haus der landesfürstlichen Jäger erinnert heute nur noch das kleine Bild eines Armbrustschützen an der Nordfassade. Das Haus fiel bei der großen Brandkatastrophe im Jahre 1703 dem Feuer zum Opfer und wurde 1710 wieder aufgebaut. Seit 1782 befindet sich das Anwesen in ununterbrochener Folge im Besitz der Familie Lumper.

Lumper Haus Reutte

Gasthof Zum Schwarzen Adler

Gasthof Schwarzer Adler Reutte

Auf dem Platz unmittelbar vor dem Gasthof „Zum Schwarzen Adler“ stand bis 1494 das „Tanzhaus“. Anschließend befand sich bis in das Jahr 1766 an dieser Stelle der „bürgerliche Guetstadel“ (auch „Pallhaus“ genannt), der als Lagerplatz für die durch Reutte beförderten Handelswaren diente. Der Gasthof „Zum Schwarzen Adler“ aus dem 18. Jahrhundert beeindruckt besonders durch seine Fassadenmalerei, die Josef Anton Köpfle (1757 – 1843), ein Johann Jakob Zeiller-Schüler, um 1800 ausführte.

Floriankapelle

Die Florianskapelle in ihrer heutigen Gestalt wurde nachweislich um 1760 erbaut. Das Fresko des Hl. Florian am Fassadengiebel sowie die Deckengemälde im Inneren der Kirche aus dem Jahre 1951 stammen von dem Innsbrucker Maler Franz Seelos. Der Reuttener Maler Franz Anton Zeiller schuf um 1774 das Altarbild „Hl. Florian schützt den Markt Reutte“. Zur Ausstattung der kürzlich restaurierten Kapelle gehört weiters die Statue einer „Mater dolorosa“ sowie die Figur des sogenannten „Wiesheilands“ (Christus an der Geißelsäule).

Floriankapelle Kög

Gasthof Zur Goldenen Krone

Gasthof Goldene Krone Reutte

In dem großen Mittelflurhaus aus dem 17. Jahrhundert befindet sich heute noch der Gasthof „Zur goldenen Krone“, zu dem ehemals eine eigene Brauerei gehörte. Bei dem damaligen Kronenwirt Paul Deutsch übernachtete vom 28. zum 29. Juli 1777 Kaiser Joseph II. Über dem Portal weisen die Darstellung einer sechsspännigen Kutsche und ein erklärender Text auf dieses Ereignis hin.

Sie möchten noch mehr erfahren bei einem geführten Rundgang durch unser schönes Reutte? Dann wenden Sie sich einfach an das Team vom Museum im Grünen Haus.

Für unseren Blog war eine unserer Autorinnen unterwegs und berichtet Ihnen aus eigenen Erfahrungen über die interessanten Hintergründe der historischen Gebäude der Marktgemeinde Reutte. "Schatzsuche in Reutte – ein Bericht über Kultur, nackte Tatsachen und alte Drachen", so der vielversprechende Titel des Beitrags. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und Entdecken!

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